Die Zukunft hat schon begonnen !
Unternehmen, insbesondere junge Start-up-Unternehmen arbeiten überall auf der Welt an intelligenten Lösungen, um den Klimaschutz voranzubringen. Einige Projekte, von denen die Presse in der Vergangenheit berichtet hat, wollen wir hier zusammentragen.
SOLAR
DEUTSCHE BAHN
Vielleicht eine bahnbrechende Idee.
Im Juli 2022 berichtet der Berliner Kurier:
„Grüner Strom von den Gleisen: Potenzial wie fünf Atomkraftwerke: Wird die Deutsche Bahn mit DIESEM Projekt zum Mega-Stromproduzenten?“
Auf einem DB-Testfeld in Sachsen werden Solarmodule auf Bahnschwellen getestet. Der Platz zwischen den Schienen erscheint ideal, weil er ohnehin schon genutzt wird, regelmäßig gewartet und frei von Bäumen und Buschwerk gehalten wird.
FAHRRADWEGE
a) In den Fahrradweg eingelassene Solarmodule
Einweihung eines Fahrradweges aus Solarzellen in der Nähe von Amsterdam
Bereits im November 2014 ging der weltweit erste 70 m lange Solarradweg in den Niederlanden in Betrieb. Der Radweg besteht aus 2,5 x 3,5 Meter großen Betonblöcken, in die Solarmodule auf Siliziumbasis eingelassen sind. Die einen Zentimeter dicke Glasabdeckung, die dem Schutz der Module dient, erlaubt grundsätzlich auch den Bau von Straßen nach demselben Prinzip. Anfängliche Probleme in der Testphase konnten behoben werden, so dass im Juli 2021 eine weitere 330 m lange Teststrecke bei Utrecht, die längste bisher, eingeweiht wurde.
Eine Teststrecke in Deutschland, Erftstadt, hingegen hielt den Anforderungen nicht stand.
b) Überdachte Fahrradwege
Freiburg gilt sowohl als Solar- als auch als Fahrradhauptstadt. Ein bestehender Fahrradweg von 300 Metern Länge wird mit lichtdurchlässigen Photovoltaik-Modulen überdacht. Damit erhält Freiburg den ersten Solar-Radweg Deutschlands.
Ein ähnliches Modellprojekt soll in Hamburg entstehen. Bis zu 800 Meter eines Rad- und Fußweges sollen mit Glas-Solarmodulen überdacht werden. Die Planungen beginnen in 2023.
In Südkorea wurde ein 32 Kilometer langer Radschnellweg auf einer Autobahn eröffnet – wohl der ungewöhnlichste Rad-Highway der Welt. Er verläuft in der Mitte der Fahrbahn und ersetzt den Grünstreifen. Zu einem Großteil ist er mit Photovoltaik-Paneelen überdacht, die Solarenergie produzieren.
LADESTATIONEN für Handys
Bereits seit 2017 gibt es in Wien öffentliche Bänke und Tische aus Beton, wobei in die Tischplatten ein Solarpaneel eingebaut ist. Jeweils 4 Anschlüsse für Handy-USB-Kabel sind vorhanden und durch jedermann nutzbar. Auch in anderen Städten gibt es diese Möglichkeiten.
TERRAKOTTA-ZIEGEL für historische Dächer
Der Stern titelte im Januar 2023: Unsichtbare Solarenergie – italienische Firma baut Terrakotta-Ziegel mit Solarzellen
Die Solarziegel unterscheiden sich optisch kaum von den traditionellen Terracotta-Dachziegeln, so dass denkmalgeschützte Bauwerke hiervon profitieren können. Der historische Park von Pompeji installierte bereits die unsichtbaren Kollektoren. Nach Aussagen des Herstellers, einem kleinen italienischen Familienunternehmen, kann auch das Aussehen von Stein, Holz und Beton als Träger der unsichtbaren Photovoltaikanlagen erzeugt werden.
SOLARFOLIEN mit organischen Solarzellen
Die Solarfolie fürs Wohnzimmerfenster kommt – aber wann?
In Sonderburg entwickelt ein internationales Forschungsteam Solarfolie, die Privatpersonen oder Unternehmen unkompliziert ausrollen und als Energiequelle nutzen können. Die Solarzellen enthalten kein Silizium, sondern organische Moleküle, mit denen die Folie wenige Millimeter dünn beschichtet wird. Die neue, nachhaltigere Solartechnik für den Hausgebrauch klingt genial. Ein Professor verrät Details.