27.02.2024
Verordnung zur Wiederherstellung der Natur
Kernpunkt der „Verordnung zur Wiederherstellung der Natur“ ist die Pflicht der Mitgliedstaaten der Europäischen Union, ihre Umwelt nicht nur zu schützen, sondern die Natur in einen guten ökologischen Zustand zurückzuführen. Am 27. Februar 2024 stimmte das EU-Parlament für den finalen Gesetzesentwurf dieser auch als Renaturierungsgesetz bezeichneten Verordnung.
Webseite der EU: Gesetzestext + Anhang
22.02.2024
BUND und Nabu reichen Stellungnahme gegen A20-Ausbau ein: Deutliche Kritik an Bauabschnitt 7 zwischen Hohenfelde und Glückstadt
Die Holsteiner Allgemeine berichtet, dass die Naturschutzverbände BUND und Nabu eine gemeinsame Stellungnahme gegen die Planungen für den Bauabschnitt 7 der Autobahn 20 (A 20) von Hohenfelde bis Glückstadt eingereicht haben. Die Naturschutzverbände stellen in ihrer Stellungnahme fest, dass die Planungen massiv den Klimaschutz gefährdeten sowie das artenschutzrechtliche Verbot verletzten, streng geschützte Tiere zu töten, und sie wiesen Fehler bei der Brutvogelkartierung auf. Zudem bezeichneten sie die Maßnahmen als „die umweltfeindlichste Fernstraßenplanung Deutschlands“ . (Holsteiner Allgemeine)
21.02.2024
Brunsbüttel: Bau des SuedLink-Konverters gestartet
Der NDR sendete einen Beitrag zur offiziellen Aufnahme der Bauarbeiten für einen Konverter in Brunsbüttel. Er gehört zur neuen Stromtrasse SuedLink. Ab 2028 soll dann erneuerbarer Strom zwischen Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg fließen.
22.02.2023
Energiewende in SH: Wenn der Solarpark-Investor den Bio-Bauern aussticht
Am Beispiel des Bio-Bauern Stefan Wendtland aus unserer Nachbargemeinde Horst berichtet die SHZ über „die Gewinner und Verlierer der Solarisierung unseres Landes“. Circa 105 ha seiner bisher gepachteten und landwirtschaftlich genutzten Fläche wollen Investoren jetzt mit Solaranlagen bestücken. Wo die Pachtbeträge bisher im 3-stelligen Bereich lagen, zahlen die Investoren jetzt 4-stellige Beträge. „Die stecken regelrecht Claims ab”, sagt Biobauer Wendtland und erinnert damit an die Zeit des Goldrausches in Nordamerika . (SHZ – Paywall). Eine leicht modifizierte Fassung dieses Artikels im Klartext und ohne Paywall findet sich auf der Webseite der nordschleswiger.dk.
21.01.2023 Solaranlagen für private Haushalte Am 11.01.2023 fand auf Betreiben der Grünen ein öffentlicher Vortrag zum Thema Solaranlagen für private Haushalte statt. Ein Energieberater der Verbraucherzentrale informierte die Hohenfelder Bürgerinnen und Bürger und beantwortete Fragen.
Da die erforderlichen Ausgaben für eine Solaranlage auf dem Dach das Budget vieler Hausbesitzer übersteigen, möchten wir auf die Möglichkeit sogenannter Mini- oder Balkonkraftwerke für den eigenen Strombedarf hinweisen. Sie bestehen oft aus zwei Solarpaneelen, die Hausbesitzer leicht selbst aufstellen oder anbringen können. Hier gibt es jetzt eine 200 Euro Förderung vom Land pro Minikraftwerk. Das Schleswig-Holstein Magazin vom 19.01.2023 (ab 07:24) berichtete darüber.
12.12.2022
Rekord-Entschädigungen für ungenutzten Strom
Der Deutschlandfunk berichtet, dass für ungenutzten Strom aus Photovoltaik-Anlagen und Windrädern im Jahr 2021 eine Rekordsumme an Entschädigungen bezahlt wurde. So erhielten die Produzenten für 5800 GWh nicht eingespeisten Strom (Wegwerfstom) ca. 807 Millionen Euro an Entschädigungszahlungen wegen überlasteter Netze. Solange der Netzausbau nicht hinterherkommt, während der Anteil an Öko-Energie steigt, ist auch nicht damit zu rechnen, dass sich die Situation signifikant verbessert, und der Verbraucher muss weiterhin immer höhere Kosten für ein Wegwerfprodukt tragen. Die meisten Entschädigungssummen gehen laut Bericht vom Deutschlandfunk nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein, die als klassische Windenergieländer gelten.
Als Audio-Datei: https://www.deutschlandfunk.de/rekord-entschaedigungen-fuer-ungenutzten-strom-dlf-6309dcfb-100.html
23.11.2022
Die Bundesregierung hat die „Nationale Moorschutzstrategie“ beschlossen.
Damit sollen Moorgebiete (Moore, Moorböden, Anmoorgleye und Moorfolgeböden) künftig besser geschützt, gestärkt und wiederhergestellt werden können. „Es gibt in Deutschland rund 1,8 Millionen Hektar Moorböden. Sie konzentrieren sich insbesondere auf das Norddeutsche Tiefland sowie das Alpenvorland. Obwohl dies nur rund 5 Prozent der gesamten Landfläche Deutschlands sind, ist in diesen Moorböden genauso viel Kohlenstoff gespeichert wie in allen deutschen Wäldern.“ Durch Entwässerungsmaßnahmen sind diese Böden aber Zersetzungsprozessen ausgesetzt, weil der Torf mit Luft in Berührung kommt, wodurch große Mengen des gespeicherten Kohlenstoffs als Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre gelangen.
18.10.2022
Energiekrise: Bau von Solar-Freiflächenanlagen in SH wird beschleunigt
Die SHZ informiert über den Wegfall des Raumordnungsverfahrens für Solar-Freiflächenanlagen in Schleswig-Holstein, um die Planung zu beschleunigen. Interessant der Hinweis darauf, dass zur Planung trotzdem eine regelmäßige Standort- und Alternativenprüfung, die sich auf das gesamte Gemeindegebiet beziehen müsse, gehöre.
Ein Leser kommentiert: „Also landwirtschafliche Nutzflächen mit Photovoltaikanlagen zubauen ist der falsche Weg besonders hier im Norden, wo die Sonne ja auch so oft scheint. Auf Dächer ja, aber das ist natürlich teurer. Und wo bleiben die Speicher um den Winter zu überstehen? Es ist ein Dilemma, daß man mit der Pacht für Solaranbau mehr verdient als wenn ein Landwirt diese bewirtschaftet.“
(SHZ – Paywall)
18.10.2022
Solar-Freiflächenanlagen: Planung im Norden wird erleichtert
Die SHZ berichtet, dass große Solar-Freiflächenanlagen in Schleswig-Holstein schneller geplant werden können. Ermöglicht wird dies durch einen Verzicht auf Raumordnungsverfahren. Darüber informierte das Innenministerium am Dienstag die Kreise und kreisfreien Städte. So sollen mindestens 8 Monate in der Planung eingespart werden. Pers. Anmerkung: In vielen Fällen hat das Innenministerium ohnehin nicht auf einem Raumordnungsverfahren bestanden, so auch bei dem geplanten Projekt in Hohenfelde/Rethwisch (ca. 87 ha). Im Entwurf des Landschaftsrahmenplans für den Planungsraum III (u.a. Region Steinburg) ist zwar vorgesehen, dass ab einer Fläche von 19 ha ein Raumordnungsverfahren eingeleitet werden solle, das findet in diesem Fall aber nicht statt, weil es noch keine gesetzliche Grundlage dafür gäbe, wie uns auf Anfrage telefonisch aus dem Innenministerium mitgeteilt wurde. (SHZ – Paywall)
25.07.2022
In Kalifornien stapeln sich Solarmodule auf den Mülldeponien
Solarmodule, die private Nutzern vor vielen Jahren im Rahmen von Förderprogrammen installiert haben, nähern sich dem Ende ihres Lebenszyklus. Viele von ihnen landen bereits auf der Mülldeponie. Experten erwarten „Abfallflut“ von ausrangierten Solarmodulen.
13.07.2022
Wie Solar- und Windparks in der Gaskrise zu Goldgruben werden
Viele Betreiber von Wind- und Solaranlagen, die ihren Strom auf dem Markt verkaufen, erhalten eine gesetzlich garantierte Mindestvergütung. Ist der Marktpreis niedrig, bekommen sie vom Staat die Differenz zur Mindestvergütung erstattet. Ist der Marktpreis allerdings hoch, können die Produzenten die gesamten Gewinne für sich behalten. Es gibt keinen Maximalpreis, bei denen Fördergelder zurückgezahlt werden müssten. Der Verlierer ist immer der Verbraucher, denn „Verluste werden sozialisiert, Gewinne privatisiert„. Diese Sonder-Regelung im Erneuerbare-Energien-Gesetz („gleitende Marktprämie“) benachteiligt die Verbraucher, die nach anderen Fördermodellen rund 3 Milliarden Euro weniger hätten zahlen müssen.
(Spiegel Paywall)
07.07.2022
Wie sich Deutschland das Wasser abgräbt
Deutschlands Moore gehören zu den größten Klimakillern: Sie stoßen jährlich Millionen Tonnen Treibhausgase aus, mancherorts mehr als die Industrie. Grund dafür ist die Entwässerung. Mehr als 90 Prozent der Moore wurden in Deutschland im Laufe der Jahre trockengelegt, vor allem um sie landwirtschaftlich nutzen zu können. Um die Emissionen zu stoppen, müssten die Moore wiedervernässt werden.
(Spiegel Paywall)
28.06.2022
Drohende Kostenexplosion
Kann sich Hohenfelde den Mehrzwecksaal noch leisten?
Unter dieser Schlagzeile berichten die Elmshorner Nachrichten von der letzten Sitzung der Gemeindevertretung. Die zu erwartenden Baukosten für den Mehrzwecksaal inkl. der Parkplätze sind von bisherigen 1,5 Mio Euro auf 2,1 Mio Euro angehoben worden. Konkrete Zahlen liegen noch nicht vor.
Der wichtigste Punkt der Tagesordnung – Solarpark – findet keine Erwähnung. (SHZ – Paywall)
27.01.2022
Hamburger Moor macht’s vor: Darum sind Feuchtgebiete so wichtig
„Viele Moore in Deutschland sind auf den ersten Blick kaum noch als solche zu erkennen. Entwässert werden sie als Grünland oder Acker genutzt. Überall in Deutschland setzt aber langsam ein Umdenken ein, denn intakte Moore haben großes Potenzial beim Klimaschutz. Ein Vorbild liegt in Hamburg.“ (Hamburger Morgenpost)
04.01.2022
Kein Wildwuchs: Sörup beschließt Planungsstopp für Windräder und Photovoltaik-Anlagen
Ein Run auf weitere Flächen insbesondere für Photovoltaik-Anlagen hat mittlerweile eingesetzt. Bürgermeister Dieter Stoltmann betont, es dürfe keinen Wildwuchs geben, nur weil eine starke Nachfrage besteht und klimaneutrale Energieerzeugung politisch gewollt sei. Die Gemeindevertretung hat einen vorläufigen Planungsstopp beschlossen. (SHZ, Flensburger Tageblatt – Paywall!)
14.12.2021
Resolution fordert Einsatz vom Land: Streit um Größe von Solarparks auf Inseln
Südschleswig: Der Kreistag hat beschlossen, auf Inseln und Halligen die Größe von Solarparks auf vier Hektar zu deckeln. Jetzt gab es darum neuen Streit. Während Michael Deckmann (CDU) betonte, „dass die Kommunen am Ende selbst entscheiden“, hielt Ulrich Stellfeld-Petersen (SSW) dagegen: „Das Land und nicht Gemeinden oder Investoren muss geeignete Flächen benennen, ansonsten bekommen wir im gesamten Land Flächenfraß und Wildwuchs.“
02.12.2021
Schwindende Mähwiesen: EU-Kommission verklagt Deutschland
Agrarheute berichtet über die Klage der EU-Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof: Flachland-Mähwiesen und Berg-Mähwiesen seien ein wichtiger Lebensraum für Bestäubungsinsekten und durch das Natura-2000-Gesetz geschützt. Deutschland habe es jedoch versäumt, für einen ausreichenden rechtlichen Schutz der Wiesen zu sorgen.
02.12.2021
EU-Kommission verklagt Deutschland wegen schlechten Umgangs mit Grünland
Der Spiegel berichtet, dass Brüssel Deutschland verklagt hat: Der Umgang mit Grünland lasse dort zu wünschen übrig. Weiterhin berichtet er, dass bereits im Februar die EU-Kommission Deutschland wegen jahrelanger Verstöße gegen geltendes Naturschutzrecht verklagt hatte. Damals bemängelte die Behörde unter anderem, Deutschland habe es versäumt, eine große Anzahl von Gebieten wie vorgeschrieben als Schutzgebiete auszuweisen.
01.11.2021
„Das ungerechte Strom-System“
Schleswig-Holstein ist Primus beim Ausbau der erneuerbaren Energien: Wirtschaft und Verbraucher werden dafür benachteiligt. (Norddeutsche Rundschau)
31.10.2021
„Netzreform soll Strompreise in Schleswig-Holstein senken“
In Schleswig-Holstein werden die Rufe lauter, das seit Jahren ungerechte System der Strom-Netzentgelte endlich zu reformieren. Bislang ist diese Netzgebühr dort am teuersten, wo die meisten erneuerbaren Energien erzeugt werden.
Reformiert die Koalition in ihren Verhandlungen dieses System?
08.10.2021
„Glühende Landschaften: Darum gefährden Solar-Investoren Natur und Landwirtschaft in Brandenburg“
Statt nachhaltiger Solarförderung und dezentraler Modelle entstehen Mega-Parks für Solarzellen auf Ackerflächen – vor allem im Osten. Kommunen sind überfordert, die Bundespolitik ignoriert einen schwelenden Streit um Boden, in der Bevölkerung wächst Wut. CORRECTIV hat erstmals strukturiert Daten zu geplanten Solarparks erfasst.
24.09.2021
„So will SH den Ausbau von Solarparks besser steuern“
SHZ berichtet, dass das Innenministerium auf wachsende Sorgen um das Landschaftsbild reagiert: Gegen Ende des Jahres will Ressortchefin Sabine Sütterlin-Waack „moderate Steuerungsmechanismen“ für die Ausweisung neuer Solarparks einführen. „Grundsätzlich von Photovoltaikplatten frei bleiben müssen künftig ökologisch hochwertige Flächen und solche, die im landesweiten Biotop-Verbundsystem Schutzgebiete untereinander vernetzen.“
10.09.2021
„Streit über Photovoltaik-Anlagen in Schleswig-Holstein“
Gründung einer Bürgerinitiative auf Eiderstedt, Bericht des NDR.
Zitat: „Profiteure des Photovoltaik-Booms sind einerseits die Solarunternehmen. Die bekommen für jede erzeugte Kilowattstunde Geld. Und dank der EEG-Umlage ist es dabei egal, ob der Strom abgenommen wird oder überhaupt ins Netz eingespeist werden kann – ganz ähnlich wie bei Windkraftanlagen, die bei zu viel Wind abgeriegelt werden, um das Stromnetz nicht zu überlasten. Andererseits profitieren die Landwirte, die die Flächen zur Verfügung stellen. Laut dem Bauernverband bekommen sie pro Hektar rund 2.000 Euro – das Vierfache dessen, was beim Getreideanbau oft übrig bleibt.“
25.07.2021
„Sonne statt Kuh“
Auch die Tagesschau berichtet über das gesteigerte Interesse an Solarparks. Diskussion auf den Seiten der Tagesschau zu diesem Artikel.
04.03.21
Solarparks auf fruchtbaren Äckern – Flächenfraß für die Umwelt?
‚agrarheute‘ berichtet, dass die Pachtpreise für Solarflächen bis zu zehnmal höher als für Ackerland sind und diese hohen Einnahmen mindestens 20 Jahre lang sprudeln. Die Flächen allerdings verschwinden völlig aus der landwirtschaftlichen Produktion und fehlen für die Nahrungsmittelversorgung.